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Macht ein VPN anonym?

Fakten zuletzt geprüft am

Nein. Ein VPN verbirgt Ihre IP-Adresse, nicht, wer Sie sind: Ihre Konten, Cookies und die Konfiguration Ihres Browsers identifizieren Sie weiterhin.

Was das Problem stattdessen löst

  • Melden Sie sich von den Konten ab, die nicht mit Ihrem Tun verknüpft werden sollen, oder nutzen Sie dafür ein eigenes Browserprofil: Was Sie angemeldet tun, bleibt an dieses Konto gebunden.
  • Löschen Sie Ihre Cookies oder blockieren Sie Drittanbieter-Cookies in den Browsereinstellungen, damit Websites weniger haben, woran sie Sie wiedererkennen.
  • Sie brauchen echte Anonymität, zum Beispiel als Quelle für eine Journalistin: Dafür ist der Tor Browser gebaut. Ein VPN ist es nicht.

Die Fakten

ThemaWörtlich aus der QuelleQuelle, geprüft am
Was das EU-Recht als Online-Kennung ansieht
Natürlichen Personen werden unter Umständen Online-Kennungen wie IP-Adressen und Cookie-Kennungen, die sein Gerät oder Software-Anwendungen und -Tools oder Protokolle liefern, oder sonstige Kennungen wie Funkfrequenzkennzeichnungen zugeordnet.
eur-lex.europa.eu,
Was diese Spuren ermöglichen
Dies kann Spuren hinterlassen, die insbesondere in Kombination mit eindeutigen Kennungen und anderen beim Server eingehenden Informationen dazu benutzt werden können, um Profile der natürlichen Personen zu erstellen und sie zu identifizieren.
eur-lex.europa.eu,
Was ein VPN-Anbieter selbst sagt
VPNs geben Ihnen keine vollständige Anonymität, aber sie geben Ihnen mehr Privatsphäre.
windscribe.com,
Wenn Sie angemeldet sind
Online-Konten sind an Ihre Identität gebunden, sodass alles, was Sie während der Anmeldung tun, auf Sie zurückverfolgt werden kann.
windscribe.com,
Ihr Browser und Ihr Gerät
Ein VPN kann Ihre Geräteeigenschaften nicht ändern, sodass Ihr Browser-Setup selbst dann zur Verfolgung verwendet werden kann, wenn Sie Ihre IP verbergen.
windscribe.com,

Was ein VPN tatsächlich ändert

Ein VPN zeigt den Websites, die Sie besuchen, die Adresse seines Servers statt Ihrer eigenen und verschlüsselt Ihren Verkehr, sodass das Netzwerk, in dem Sie sich befinden, nur die Verbindung zu diesem Server sieht. Der VPN-Anbieter kann dann sehen, was zuvor Ihr Netzwerk sah. Das gibt Ihnen mehr Privatsphäre gegenüber Ihrem Netzwerk und den besuchten Websites; anonym macht es Sie nicht. Prüfen, wann sich ein VPN lohnt

Wer sieht was, ohne und mit VPN

Ohne VPN

  1. Sie
  2. Ihr NetzwerkInternetanbieter oder das WLAN von Arbeit, Schule oder Café

    Sieht: welche Websites Sie besuchen und wann. Mit HTTPS nicht, was Sie dort tun.

  3. Die Website

    Sieht: Ihre IP-Adresse und damit ungefähr, wo Sie sind und wer Ihr Internetanbieter ist.

Mit VPN

  1. Sie
  2. Ihr NetzwerkInternetanbieter oder das WLAN von Arbeit, Schule oder CaféVerschlüsselter Tunnel

    Sieht: nur, dass Sie mit einem VPN-Server verbunden sind und wie viele Daten Sie übertragen.

  3. VPN-Serverbetrieben vom VPN-Anbieter

    Sieht: welche Websites Sie besuchen, so wie zuvor Ihr Internetanbieter.

  4. Die Website

    Sieht: die IP-Adresse des VPN-Servers. An Login und Cookies erkennt sie Sie weiterhin.

Was wir nicht geprüft haben

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  • Die Extras gegen Fingerprinting und Cookies, die Windscribe im selben Artikel erwähnt: Wir haben sie nicht getestet.
  • Wie wiedererkennbar Ihr eigener Browser ist: Das unterscheidet sich je Gerät und Browser, und wir haben es nicht gemessen.
  • Die Zitate darüber, wie ein VPN die Geschwindigkeit beeinflusst, stammen von den Hilfeseiten eines einzelnen VPN-Anbieters; andere Anbieter formulieren es anders. Der EU-Text erwähnt VPNs nicht, die Bundesnetzagentur nur als etwas, das Sie vor der Messung ausschalten.

Quellen

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Nächster Schritt

  • Melden Sie sich von den Konten ab, die nicht mit Ihrem Tun verknüpft werden sollen, oder nutzen Sie dafür ein eigenes Browserprofil: Was Sie angemeldet tun, bleibt an dieses Konto gebunden.
  • Wie ist meine IP-Adresse?
  • DNS-Leak-Test